EZB hält Leitzins auf Rekordtief

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält trotz des jüngsten Konjunkturaufschwungs an ihrem Ausblick fest. Die Schlüsselzinsen werden weit über die Zeit der Anleihenkäufe hinaus auf dem aktuellen Niveau bleiben.

Das teilten die Währungshüter am 14. Dezember 2017 mit. Der Leitsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Der sogenannte Einlagensatz steht sogar bei minus 0,4 Prozent. Banken müssen also Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht überschüssiges Geld bei der Notenbank parken. Experten rechnen frühestens 2019 mit einer ersten Zinserhöhung.

Die EZB bekräftigte zudem, dass die vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe ab Januar auf 30 Milliarden Euro pro Monat halbiert, dafür aber bis mindestens Ende September 2018 fortgesetzt werden. Das Gesamtprogramm ist damit inzwischen auf 2,55 Billionen Euro angelegt.

Die EZB hielt auch an der Option fest, im Notfall das Kaufprogramm hinsichtlich Umfang und/oder Dauer auszuweiten. Einen konkreten Endpunkt für die Transaktionen nannte die Notenbank nicht.

Quelle: cash.ch